geschichten:ein-ruf-zu-den-waffen
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- | ====== Ein Ruf zu den Waffen ====== | ||
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- | Spät ist die Nacht als die betrunkenen Nordmänner des Stamms der roten Füchsin sich in die Felle fallen lassen um ihren Rausch auszuschlafen. Es ist Mittsommer im hohen Norden und auf der Eisinsel geht die Sonne heute Nacht nicht unter. Ihr helles Licht wird noch immer von den schneebedeckten Kuppen des Drotschgebirges reflektiert. Der Häuptling des Stammes, Gor Hranisson, findet keinen ruhigen Schlaf heute Nacht. Schweißgebadet windet er sich in den Pelzen und klammert sich immer noch mit der Faust an die verschlossene Metflasche, die er mit ins Nachtlager genommen hat. Schwül ist die Luft in seinem Zelt und erfüllt von seinem unverständlichen Gebrabbel im Schlaf. Gor träumt. | ||
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- | Der Häuptling befindet sich auf einer weiten kaum hügeligen Ebene. Das Gras steht ihm bis zu den Knien. Es ist ein riesiges Schlachtfeld. Soweit er sehen kann liegen rings um ihn Kadaver von Männern und Frauen, die in der Schlacht gestorben sind. Erstochen von abgebrochenen Speeren und gespalten von riesigen Kriegsbeilen liegen die Gefallenen, so wie sie gestorben sein müssen, auf der Wiese. Ihr frisches Blut tränkt ihre Kleider und Rüstungen, sowie den Boden auf dem sie liegen. An den wenigen, sehr verstreuten Bäumen auf dem Schlachtfeld baumeln ein paar erhängte Soldaten leblos herunter und wehen, wie die Blätter und das Gras im seichten Wind, welcher über die Ebene bläst. Der dunkle, beinahe schwarze, bewölkte Himmel ist blutrot und wird gelegentlich von Blitzen durchzuckt, denen ein grausiger Donner folgt. Gor Hranisson hört die entfernten Geräusche einer tobenden Schlacht, doch als er sich umsieht ist niemand lebendiges zu sehen. Die leisen Schreie und der aufeinander prallende Stahl scheinen von überall zu kommen, aber werden auch nach einer Weile weder lauter noch leiser. Gor erkennt die Schlachtstandarten von unbekannten Reichen der Südländer zerbrochen, verbrannt oder zerrissen im leichten, warmen Wind wehen. Sie stecken im Boden oder werden noch immer von den gefallenen Kriegern fest umschlungen gehalten. Viele, wahrscheinlich die Hälfte der Toten sind Nordmänner, | ||
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- | Alarmiert dreht sich Gor sofort herum und nimmt sein Dybek in beide Hände sich in Kampfhaltung begebend. Doch er kann so sehr er es auch versucht niemanden sehen. Sein Blick wandert misstrauisch über die toten Körper und schaut ohne sich groß zu rühren ob davon noch jemand lebt. | ||
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- | Plötzlich hört Gor ein verspieltes, | ||
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- | **"Wer ist da? Zeig dich, Feigling!" | ||
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- | **"Ich bin doch direkt vor deiner Nase, mein Häuptling." | ||
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- | **"Was für ein hübscher Kerl du bist!" | ||
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- | Weiter streift sie um Gor herum und zieht ihren buschigen Schwanz unter Gors Kiefer und Nase hinterher. Berechnend lasziv schaut sie ihn mit einem für einen Geist sehr verführerischen Blick an und dreht dafür ihren Kopf zu ihm. Sicherlich wird Gor sich versuchen zu ihr zu drehen und den Blick bemerken. Es könnte etwas einschüchternd oder verwirrend auf ihn wirken, auch wenn er sich selbst in seinen Träumen niemals feige verhalten wollen würde. | ||
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- | **"Im Süden gibt es eine Insel." | ||
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- | Dann stellt sie sich ganz dicht vor Gors Schnauze mit ihrer, schließt die Augen und nähert sich um dem Häuptling scheinbar einen Kuss zu geben. Just in diesem Augenblick wird alles um die beiden herum strahlend hell und verschwindet in weißem Licht. Schlussendlich auch noch der Fuchs-Gor und die Rotfüchsin kurz bevor sich ihre Lefzen berührt hätten. Gor erwacht aus seinem Traum und ist zuhause in seinem Zelt. | ||
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