geschichten:geschichte-des-sternenstrahls
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- | ====== Der gefallene Stern ====== | ||
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- | Es geschah vor langer Zeit und doch erinnere ich mich als wäre es gestern gewesen. Ein gleißendes Licht erhellte den Himmel und ließ ihn leuchten wie viele Sonnen. Die Menschen waren sich Uneins über dieses Ereignis, so verbarg sich mancher zitternd vor Angst in seinem Haus, manch andrer starrte fasziniert in den Himmel, wie gelähmt vom Himmelslicht, | ||
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- | Doch so schnell wie es gekommen war, verging das Licht. Einem Speer aus glühendem Metall gleich schoss ein hell blendendes Objekt auf die Erde nieder und ließ bei seinem unvermeidlichen Aufschlag diese in der gesamten bekannten Welt erzittern. | ||
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- | Getrieben von Wissensdurst und Neugierde entsandten die Reiche Kundschafter, | ||
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- | Als die Delegation tiefer in die Höhle vorstieß staunten sie nicht schlecht, als ihnen aus der weiten Tiefe ein strahlendes Licht entgegen schien, so rein, dass es selbst die Elfen in ihrem Innersten Berührte, heller als die weiten Sterne am Firmament und doch schien es keinen zu blenden. So waren es die Elfen, tief berührt vom gleißenden Licht, die als Erste erkannten, dass es sich um ein Geschenk der Götter handeln musste, ein Geschenk der höchsten Gottheiten der Elfen, der Göttereltern Ilindir und Alasior selbst. | ||
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- | Doch als sie weiter in die Höhle vorstoßen wollten, um dieses Geschenk zu bergen und an sich zu nehmen, erschütterte ein weiteres Beben die Erde, die Tiefe der Höhle stürzte in einem lauten Krachen zusammen und verwehrte den Suchenden den weiteren Vormarsch. Unmut machte sich breit unter der Delegation. Den Elfen brannte es mit tiefer Sehnsucht nach dem Geschenk ihrer Götter und die Menschen, die sich scheinbar all den Strapazen umsonst ausgesetzt hatten, waren nicht willens mit leeren Händen zu gehen. Ein Streit entbrannte zwischen den Abgesandten der beiden Völkern, wer denn nun dieses kostbare Geschenk bergen dürfte, nicht willens es mit dem andren Volk zu teilen. | ||
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- | Da entstiegen der tiefen Erde seltsame leuchtende Gestalten und fielen mit Magie und blanker Kraft über die Streitenden her. Mühsam und der Verzweiflung nahe erwehrten sich Menschen und Elfen gemeinsam, Seite an Seite, den Angriffen der Geschöpfe, aller Streit schien vergessen. | ||
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- | Der Kampf schien sich in die Endlosigkeit zu ziehen und für jedes gefallene der seltsamen Geschöpfe entstieg ein neues der Erde. So wurde die ungleiche Gruppe immer weiter aus der Höhle getrieben und als sie schließlich an deren Ausgang angekommen war verschloss ein letztes Beben auch den weiteren Weg hinab, sodass nur eine kleine Höhle zurück blieb. Die seltsamen Geschöpfe verlieben im Dunkeln der Höhle und zeigten keinerlei Interesse diese weiter zu verlassen. Mühsam und geschunden vom Kampf bargen beide Völker ihre Streiter und einige der erlegten Geschöpfe, der Weg zum Stern jedoch schien ihnen verwehrt. | ||
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- | So verstanden die Elfen, dass die Götter nicht wollten, dass dieses kostbare Geschenk, der Stern selbst, geborgen wird und auch die Menschen mussten diese Lektion schmerzlich erfahren. | ||
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- | Doch angesichts des schweren Weges und der harten Prüfung in der Höhle ließen die Götter milde walten und anstelle der besiegten Geschöpfe blieben Fragmente des Sterns zurück, sodass die Kinder der Götter diese an sich nehmen konnten, um der Größe ihrer göttlichen Eltern zu huldigen. | ||
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- | Als jedoch die Kinder von Ilindir und Alasior, von der Absicht getrieben mit der kostbaren Fracht Heim zu kehren, an den Menschen vorbei schritten erkannten die Elfen das Opfer, welches die Menschen gebracht hatten, um gemeinsam mit ihnen aus der Höhle zu entkommen. | ||
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- | Wie durch ein Wunder hatte es unter den Elfen, als ältestes Volk der bekannten Welt, geschult durch ihr hohes Alter und der langen Zeit, keine Opfer gegeben. Doch die Menschen, als junges Volk und gezeichnet von Fehlern, hatte es deutlich schwerer getroffen. Nicht jeder war den tiefen der Höhle entkommen, als hätten die Götter selbst entschieden, | ||
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- | So kam es, dass die Elfen, von ihren Göttereltern beschenkt mit Weisheit, den Entschluss fassten dieses Opfer zu würdigen und bevor sie zurück in ihre Heimat zogen übergaben sie den Menschen die Hälfte der Fragmente. Die Stätte selbst sollte fortan als Prüfung für jene dienen, welche die Nähe zu den Göttereltern und ihrem Kind, dem Gott und Erschaffer der Menschen, suchten, als Ziel und Entlohnung die kostbaren Fragmente. | ||
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- | ====== Vom Sternenstahl ====== | ||
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- | Die Zeit nach den Ereignissen, | ||
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- | Sofort wurden die erfahrensten Metallurgen und Bergleute des Volkes konsultiert und Versuche mit verschiedenen im Volke gängigen Metallen gemacht, mit keinem Ergebnis. Erst als man ein, als Schwarzstein bekanntes, Material mit dem flüssigen Sternfragment zusammenführte verbanden sich die beiden Metalle, wobei sämtliche Dunkelheit aus dem Gemisch verschwand, und beide Metalle nach dem Abkühlen in einer dem Schwarzstein nicht minder harten Legierung zurück blieb. Es war als wollten die Götter sagen, dass in jedem Licht auch etwas Dunkelheit innewohnt, selbst wenn man diese nicht mehr sieht. Diese Legierung sollte fortan Sternenstahl genannt werden. | ||
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- | Allen vom Hochelfenvolk, | ||
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